Kinder.Gesundheit.Mainz –
Stiftung für das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin

§ 1
Name, Rechtsform und Sitz

  1. Die Stiftung führt den Namen
    „Kinder.Gesundheit.Mainz – Stiftung für das Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin“.
  2. Die Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts.
  3. Der Sitz der Stiftung ist in Mainz.

§ 2
Stiftungszweck

  1. Zweck der Stiftung ist die umfassende Förderung der Gesunderhaltung, Gesundheitswiederherstellung und der Prävention von Krankheiten im Kindes- und Jugendalter.
  2. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch
    1. die Schaffung und Weiterentwicklung von kind- und familiengerechten Versorgungsbedingungen am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin Mainz unter Berücksichtigung unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse auf medizinischem und psychosozialem Gebiet,
    2. die Entwicklung eines modernen interdisziplinären medizinischen Betreuungskonzeptes für Kind und Familie durch Förderung der erforderlichen Infrastruktur, der medizinisch-technischen Ausstattung und der fachlichen Qualifizierung des Personals,
    3. die Förderung von Maßnahmen und Projekten für die Weiterentwicklung des Kinderschutzes,
    4. die Unterstützung von klinischer und experimenteller Forschung in den Fachgebieten der Pädiatrie mit Schwerpunkten in pädiatrischer Immunologie, Infektiologie, Molekularbiologie und Molekulargenetik.

§ 3
Gemeinnützigkeit

  1. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigende Zwecke“ der Abgabenordnung.
  2. Die Stiftung ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  3. Die Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
  4. Es darf keine Person durch Abgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen, begünstigt werden.

§ 4
Stiftungsvermögen

  1. Das Vermögen der Stiftung besteht aus dem Anfangsvermögen.
  2. Das Stiftungsvermögen ist der Stiftung ungeschmälert in seinem Wert zu erhalten. Soweit erforderlich oder wirtschaftlich sinnvoll, sind Vermögensumschichtungen zulässig.
  3. Die Erträge aus dem Stiftungsvermögen sind zur Erfüllung des Stiftungszweckes zu verwenden, ebenso Spenden, die der Stiftung zu diesem Zweck zugewendet werden.
    Die Verwaltungskosten der Stiftung sind möglichst gering zu halten.
    Zustiftungen wachsen dem Stiftungsvermögen zu entsprechend ihrer Bestimmung, sofern sie nicht ausdrücklich zur Verwirklichung des Stiftungszweckes vorgesehen sind.
  4. Ein Rechtsanspruch auf die Zuwendung von Stiftungsmitteln besteht nicht.

§ 5
Stiftungsorgane

  1. Organe der Stiftung sind der Vorstand und der Stiftungsrat.
  2. Die Mitglieder der Stiftungsorgane üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. Sie haben Anspruch aus Ersatz der Ihnen im Interesse der Stiftung entstandenen Auslagen und Aufwendungen.

§ 6
Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen, höchstens jedoch aus drei Personen.
  2. Der Vorstand wird vom Vorsitzenden des Stiftungsrates bestellt und abberufen.
  3. Der erste bestellte und alleinige Vorstand ist Herr Dr. Hippchen.
  4. Die Amtszeit des Vorstandes beträgt drei Jahre; sie beginnt mit der Anerkennung der Stiftung. Eine erneute Bestellung ist zulässig. Ein Mitglied des Stiftungsrates kann nicht zugleich Vorstand sein.
  5. Der Vorstand wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden, sofern er aus mehreren Mitgliedern besteht.
  6. Beschlüsse des Vorstandes werden mit einfacher Mehrheit gefasst.

§ 7
Aufgaben des Vorstandes

  1. Der Vorstand führt gemeinsam die Geschäfte der Stiftung im Rahmen der Satzung und der Beschlüsse des Stiftungsrates. Näheres regelt die Geschäftsordnung.
  2. Zu den Aufgaben des Vorstandes gehört insbesondere:
    1. die Aufstellung eines Haushaltsplanes,
    2. die Vorlage der Jahresrechnung mit Vermögensübersicht,
    3. die Vorlage des jährlichen Berichts über die Erfüllung des Stiftungszwecks,
    4. der Erarbeitung von Richtlinien für die Vergabe von Stiftungsmitteln sowie
    5. die regelmäßige Information des Stiftungsrates.
  3. Die Stiftung wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden vertreten.

§ 8
Stiftungsrat

  1. Der Stiftungsrat hat den Vorstand der Stiftung zu überwachen, darüber hinaus obliegen ihm die in § 9 bestimmten Befugnisse.
  2. Der Stiftungsrat besteht aus mindestens 6 Mitgliedern.
  3. Den ersten Stiftungsrat benennt der Stifter (Universitätsprofessor Dr. Fred Zepp). Geborene Mitglieder sind Herr Universitätsprofessor Dr. Fred Zepp, die jeweiligen Kanzler und Präsidenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sowie das vorsitzende Mitglied des Fachbereichsrats Medizin. Dem Stiftungsrat gehören zwei weitere leitende Mitarbeiter des Zentrums für Kinder- und Jungendmedizin an, die für jeweils drei Jahre vom Stifter bzw. Vorsitzenden des Stiftungsrats benannt werden.
  4. Der benannte Stiftungsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
    • Univ.-Prof. Dr. Fred Zepp
    • Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Herr Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch
    • Kanzlerin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Frau Dr. Waltraud Kreuz-Gers
    • Dekan des Fachbereichs Medizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann
    • Univ.-Prof. Dr. Markus Knuf
    • Dr. Frank Kowalzik
  5. Vorsitzender des Stiftungsrates ist Herr Universitätsprofessor Dr. Fred Zepp. Der Stifter behält sich vor, zu gegebener Zeit seinen Nachfolger auf der Position des Vorsitzenden zu benennen.
  6. Bei Ausscheiden eines Mitgliedes wählen die verbleibenden Mitglieder den Nachfolger. Die Amtsdauer der berufenen Mitglieder beträgt 3 Jahre. Wiederwahl ist möglich.
  7. Die Mitglieder des Stiftungsrates wählen aus ihrer Mitte alle 3 Jahre den Stellvertreter des Vorsitzenden mit einfacher Mehrheit der Stimmen aller Mitglieder.
  8. Der Stiftungsrat tritt mindestens einmal jährlich zusammen. Die Einladung mit dem Tagesordnungsvorschlag ergeht mindestens 14 Tage vor dem Sitzungstermin durch den Vorsitzenden.

§ 9
Aufgaben des Stiftungsrates

  1. Der Stiftungsrat entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten der Stiftung.
  2. Zu den Aufgaben des Stiftungsrates gehören insbesondere
    1. die Genehmigung des Haushaltsplanes,
    2. die Entgegennahme der Jahresrechnung mit Vermögensübersicht und des jährlichen Berichts über die Erfüllung des Stiftungszwecks,
    3. die Entlastung des Vorstands,
    4. die Entscheidung über die Vergabe der Stiftungsmittel,
    5. die Vertretung der Stiftung gegenüber dem Vorstand sowie
    6. Satzungsänderungen,
    7. Bestellung der Mitglieder des Stiftungsbeirats auf Vorschlag des Vorsitzenden des Stiftungsrats.

§ 10
Beschlüsse des Stiftungsrates

  1. Der Stiftungsrat ist beschlussfähig, wenn in einer gemäß § 8 Abs. 8 ordentlich einberufenen Sitzung mindestens drei Mitglieder anwesend sind.
  2. Der Stiftungsrat beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, im Falle seiner Abwesenheit die des stellvertretenden Vorsitzenden den Ausschlag. Beschlüsse können nicht gegen ein Votum des Stifters gefasst werden, solange er Vorsitzender des Stiftungsrates ist.

§ 11
Stiftungsbeirat

Der Stiftungsrat kann einen Stiftungsbeirat bestellen, der der Verbindung mit der Stiftung mit gesellschaftlichen Kräften dient. Der Stiftungsbeirat berät ausschließlich den Stiftungsrat bei der Erfüllung des Stiftungszwecks. So soll er zu grundsätzlichen Fragen, insbesondere zum Fundraising Stellung beziehen und in enger Abstimmung mit dem Stifter Förderkonzepte entwickeln. Der Stiftungsbeirat erstellt jährlich einen Jahresbericht und legt diesen dem Stiftungsrat vor.
Die Amtszeit des Stiftungsbeirats beträgt drei Jahre. Die Benennung erfolgt auf Vorschlag des Stifters durch den Stiftungsrat. Eine erneute Benennung durch den Stiftungsrat ist möglich.
Der Stiftungsbeirat wählt aus seiner Mitte ein vorsitzendes und ein stellvertretend vorsitzendes Mitglied.

§ 12
Satzungsänderungen

Satzungsänderungen sind zulässig, wenn hierdurch die nachhaltige Erfüllung des Stiftungszweckes nach dem Willen und den Vorstellungen des Stifters gesichert ist.

§ 13
Auflösung der Stiftung

Der Stiftungsrat kann die Auflösung der Stiftung beschließen, wenn die Umstände es nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig erfüllen. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von Dreiviertel aller Mitglieder des Stiftungsrates.

§ 14
Vermögensanfall

Bei Auflösung oder Aufhebung oder bei Wegfall steuerbegünstigender Zwecke fällt das Vermögen der Stiftung an die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin). Diese hat das Stiftungsvermögen ausschließlich für Forschungszwecke im ursprünglichen Sinne des Stiftungsziels zu verwenden.