Förderpreis

Doktorarbeit zur Fallot`schen Tetralogie


– Inauguraldissertation – Frau Dr. med. Friederike Schone

Die 28-jährige Nachwuchswissenschaftlerin Dr. med. Friederike Schone des Klinikums für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Marienhospital Aachen nahm den Förderpreis am 4. November 2008 im Rahmen einer Feierstunde in Mainz vom Vorsitzenden, Herrn Professor Fred Zepp, und dem Vorstand, Herrn Dr. Jürgen Hippchen, entgegen.

Die exzellenten Ergebnisse der Doktorarbeit von Dr. Schone stellen einen wichtigen Beitrag dar, um die Versorgung von Kindern mit Fallot`scher Tetralogie im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz weiter zu verbessern.

Bei jedem Zehnten angeborenen Herzfehler handelt es sich um eine so genannte Fallot`sche Tetralogie. Insgesamt kommt etwa eines von 4.250 Kindern mit dieser Fehlbildung auf die Welt. Sie besteht aus vier Komponenten:

  • einer Verengung des Ausgangstraktes der rechten Herzkammer zur Lunge (Pulmonalstenose),
  • einem Loch in der Scheidewand zwischen den Herzkammern (Ventrikelseptumdefekt),
  • einer über der Herzscheidewand reitenden Aorta sowie
  • ein nachfolgender die Herztätigkeit behindernder Zuwachs der Muskelmasse des rechten Herzens (Rechtsherzhypertrophie).

Durch die Mischung von sauerstoffarmem Blut mit dem aus der Lunge zurückkehrenden sauerstoffreichen Blut entsteht ein Sauerstoffmangel im Körperkreislauf. Behandelt wird in der Regel durch eine Operation, mit der eine möglichst normale Anatomie des Herzens hergestellt wird.

Dr. Schone hat die Risikofaktoren, die Besonderheiten des Patientenkollektivs, den Verlauf der Operation und die Zeit nach der Operation genau daraufhin untersucht, welchen Einfluss sie auf den Erfolg der Behandlung haben. Sie kam dabei zu wissenschaftlich wegweisenden Erkenntnissen. Viel diskutiert wurde bisher beispielsweise, in welchem Alter am besten operiert wird. Wie Dr. Schone jedoch herausfand, ist das Alter des Kindes bei der Operation nicht alleine entscheidend für deren Erfolg. Die meisten Kinder wurden im Alter von etwas über einem Jahr operiert. Einen großen Einfluss hat jedoch, ob das Kind an weiteren Fehlbildungen oder Erkrankungen leidet. Dadurch verlängert sich oft die Dauer der Operation, was wiederum ein größeres Risiko für Komplikationen nach sich zieht.