Elternseminare Nachrichten

Elternseminar zum Thema "Winterzeit- Hustenzeit"


Am 01. Dezember fand der fünfte Vortrag unserer Reihe "Elternseminare, Wissen, das schützt" statt, diesmal zum Thema "Winterzeit-Hustenzeit". Wieder durften wir in die Räume der Mainzer MVB am Neubrunnenplatz einladen, dafür unser herzlicher Dank.

Foto: Herr Dr. Nitsche (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Kinderpneumologe)

Zunächst begrüßte Herr Schmidt, Leiter der MVB-Filiale, alle Anwesenden.

Der Referent Dr. Oliver Nitsche, Kinderpulmologe des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin, informierte die interessierten Eltern zum Thema "Winterzeit- Hustenzeit".

Gleich zu Beginn nannte Herr Dr. Nitsche den Husten als häufigsten Vorstellungsgrund in der Notaufnahme der Kinderklinik während der Wintermonate. Gerade jüngere Kinder seien in der Krippen- und Kindergartenzeit häufig erkältet, bis zu zwölf Infekte pro Jahr seien durchaus normal.

Auch die Anatomie der kleinen Patientinnen und Patienten trage dazu bei, dass es bei auftretenden Infekten zu Problemen bei der Atmung kommen kann. "Das Kind ist im Wachstum und meist verringert sich die Infekthäufigkeit mit zunehmendem Alter.", so der Fachmann.

Zudem sei das Immunsystem noch unreif. Alles also auch eine Frage der Zeit.

Herr Dr. Nitsche stellte verschiedene Formen der bronchialen Infekte vor. Sehr hilfreich waren dabei die "Husteneinspieler", denn akustisch präsentiert ließen sich die unterschiedlichen Hustenarten gut auseinanderhalten. Fast immer sei es ein viraler Infekt, der den Husten zur Folge hat. Ein Antibiotikum sei dann nicht nötig, im Gegensatz zu den bakteriellen Infekten.

Die akute Bronchitis unterscheide sich auch in der Dauer von der bakteriellen. Bei einem Nasen-Racheninfekt sollten die Eltern immer auch die Ohren ihres Kindes überprüfen lassen, denn ein Pfropf kann zu einer Sekretansammlung führen.

Herr Dr. Nitsche erklärte auch, wie man sich bei dem sog. Infektkrupp verhält. Dieser trockene, bellende Husten, der meist mitten in der Nacht auftritt bei einem zuvor völlig gesunden Kind, klingt schlimm. Den Eltern rät der Arzt, Ruhe zu bewahren und das Kind an die frische Luft zu bringen. Kühle, feuchte Luft tut gut. Häufig bessert sich dann schon das Befinden. Ansonsten gibt es Medikamente zum Abschwellen der Schleimhäute.

Auch seltene  Krankheitsbilder nannte der Fachmann, wie beispielsweise die Kehldeckelentzündung. "Diese betrifft aber eher Jugendliche und kommt wirklich selten vor", so Dr. Nitsche.

Bronchitis und Asthma bronchiale waren weitere Themenpunkte. Was tun und wie behandeln, waren die Fragen der Eltern. Häufig sei ein sog. hyperreagibles Bronchialsystem der Grund für immer wiederkehrende Hustenphasen. Viele Eltern kennen das: bei jedem Schnupfen fängt das Kind auch zu husten an. "Das wächst sich aber meist aus", beruhigt Dr. Nitsche.

Wichtig war es ihm auch, zu betonen, wie schädlich es für  Kinder ist, wenn die Eltern rauchen. "70% der Schadstoffe bleiben in der Kleidung hängen".

Nach dem Vortrag durften die Eltern und Anwesenden wie immer Fragen stellen und nahmen dies auch gerne in Anspruch. Eine lebendige Fragerunde war das und die Eltern waren von dem Format der Elternseminare beeindruckt.

Unsere Planung für das kommende Jahr läuft, die Termine werden dann selbstverständlich auch auf der Homepage veröffentlicht.